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Als ich mich selbst zu lieben begann...

 

So beginnt das wundervolle und kraftvolle Zitat von Charly Chaplin. Diesem Zitat in Verbindung mit zwei Bildern aus der aktuellen Ausstellung "Verweef 1" will ich diesen Artikel  widmen. "Selbstliebe I und Selbstliebe II". Am Freitag an der Vernissage wurde ich gefragt, wie ich auf diesen Titel gekommen bin. Was denkt ihr?   

 

Als mir diese Frau damals auf Sylt am Strand begegnet ist, habe ich nicht schlecht gestaunt. Ganz und gar unbeeindruckt und selbstbewusst, ist diese Frau vor mir am Strand gelaufen. Es hat sie absolut nicht gestört, was die Menschen denken. Aus meiner Sicht, war sie in dem Moment absolut mit sich im Reinen. Im Reinen sein. Aus meiner eigenen Geschichte kenne ich das Gefühl, wenn wir mit uns und unserem Körper nicht im Reinen sind. Jahrelang habe ich mich nur über mein Gewicht beurteilen lassen und mich selbst verurteilt. Minderwertigkeitsgefühle haben mich oft begleitet, wenn ich mit, aus meiner Sicht schlanken und schönen Frauen unterwegs war. Vieles habe ich mir damit erklärt. Ich denke darum, sind die zwei Bilder wohl am Stärksten mit meiner eigenen Geschichte verknüpft. Damals habe ich diese Frau bewundert. Oft habe ich andere bewundert und mich selbst dabei auf der Strecke gelassen. Heute weiss ich, dass ich nicht gerade sehr mitfühlend mit mir selbst umgegangen bin. 

 

Dazu formuliert es Charly Chaplin ganz wunderbar in seinem Zitat:

"Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,

von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.

Anfangs nannte ich das "Gesunden Egoismus", heute weiss ich, das ist "Selbstliebe". 

 

Oder in gleichen Wording - all jene(s) die Dich zu sich rufen, zerren Dich von Dir weg. (Senekas)

 

So will ich euch heute zwei Wünsche mit auf den Weg geben. Einerseits Selbstmitgefühl. Das wir mit uns selbst wieder mehr achtsam und mitfühlend umgehen. Und Selbstliebe. Sich selbst lieben. Beides kann nicht einfach von einem Tag auf der anderen gelebt werden. Doch wie ein Muskel kann der Umgang mit uns selbst trainiert werden. Jeden Tag etwas bewusster. Wir sind alle EINZIGartig. 

Herzliche Grüsse 

Für alle die noch Zeit und Lust auf die Ausstellung haben. Auf dem Bild gleich hier unter dem Text gibt es alle Informationen. Auf einen Besuch freue ich mich sehr.